Call for Tutorials

Dem Konferenzprogramm des Frühjahrsfachgespräches gehen ein- oder zweitägige Tutorien voraus, in denen wichtige Themen in kleinen Gruppen und intensiv zu besprochen und vermittelt werden. In der Regel haben die Tutorien eine interaktive Komponente, bei der Teilnehmer an eigenen oder gestellten Computern den vermittelten Stoff nachvollziehen. Dieser Call for Tutorials ruft zum Einreichen von Tutorien auf, legt den fachlichen und organisatorischen Rahmen für dieses Angebot fest und artikuliert die Erwartungen an die Tutoren.

Themen

Das Frühjahrsfachgespräch ist besonders an derzeit gefragten Themen interessiert (Aktualität). Die zweite mögliche Kategorie sind Tutorien, die zu einem begrenzten Fachgebiet entweder ein Basis- oder Expertenwissen vermitteln (Relevanz). Das Thema sollte weiterhin attraktiv genug sein, dass genügend Zuhörer das Tutorium besuchen (Interesse). Geplant sind in diesem Jahr drei Schwerpunktthemen:

  • Workloads im Wandel: Von der richtigen Flughöhe aus betrachtet war die Systemadministration lange Zeit ziemlich ähnlich: Serverbleche mit CPU, Speicher wurde übers Netz an Storage angeschlossen. Admins benötigten viel Detailwissen über alle verbauten Komponenten. In Zeiten von Cloud, Clustern und Containern ist unter dem Stichwort Cloud Native einiges abstrakter geworden. Wir suchen Vorträge, die zeigen, wie man Anwendungen containerisiert, Applikationen für Cluster entwirft und welche liebgewordenen Marotten beim Gang in die Cloud womöglich zum Auslaufmodell werden.
  • Dynamische Dashboards: Monitoring an sich gilt zwar als arrivierte Technik, aber jenseits von Icinga und Zabbix gibt es weiterhin viele Angebote. Wie behält der moderne Admin seine IT mit einem Blick im Auge? Wie lassen sich Dashboards für Techniker, Anwender und das Management bauen und integrieren? Wir suchen Beträge, die aktuelle Werkzeuge dazu vorstellen und die erklären, wie man eigene Dashboards baut, die wirklich etwas aussagen sowie weitere Tools und Techniken vorstellen, die dem Systembetrieb helfen.
  • Exoten konfigurieren: Ansible, Puppet, Chef & Co lassen sich mit überschaubarem Aufwand auf Server loslassen, denn die haben meist einen SSH-Zugang. Auch mit einem REST-API kommen diese Werkzeuge meist zurecht. Doch wie gehen Systemverantwortliche mit Geräten um, die sich nur per SNMP, serieller Schnittstelle, Webfrontend oder gar per proprietärer Software konfigurieren lässt? Wir suchen nach Berichten, Switches, Home-Router, Waschmaschinen oder vernetzte Glühbirnen vereinheitlicht zu konfigurieren.

Weitere Themen von Interesse beinhalten, sind aber nicht begrenzt auf:

  • Smart Home und Gebäudeautomatisierung
  • TLS 1.3: Update und Konsolidierung
  • Kubernetes-Cluster aufsetzen, verwalten und betreiben
  • Kritische Workloads mit Docker und anderen Container-Runtimes betreiben
  • Was kommt nach GitHub? Ist Gitlab-CI das neue Jenkins?
  • Was gibts Neues bei den Distributionen? Was ändert sich bei RHEL, Fedora, Suse, Debian, Ubuntu, Gentoo oder Arch?
  • Wie sich Flatpak und Snap im Admin-Alltag einsetzen lassen
  • Ist eBPF das neue dtrace?
  • Fast-Forward: Linux 4.0 -> 5.0
  • Distributed Storage: welche Anwendung für welchen Use-Case? DRBD, Ceph, MARS, Stratis, Gluster-FS, Xtreem

Kein Marketing

Wie bei der Konferenz sucht das Frühjahrsfachgespräch Tutorien, die Fach- und Methodenkompetenz vermitteln, aber keine Produktpräsentationen. Die Teilnehmer sollen weniger auf Werbeniveau etwas über Produkte erfahren, sondern sind daran interessiert, ihre Alltagsarbeit besser zu erledigen oder ihre Unternehmens-IT weiterzuentwickeln. Sofern der Vorschlag kein Softskill-Thema ist, sollen die Tutorien technische Hintergründe oder Fähigkeiten vermitteln.

Einreichung von Vorschlägen

Der GUUG liegt viel dran, dass die Tutoren ihre Themen professionell präsentieren. Dazu leisten wir als Organisatoren unseren Beitrag durch Organisation und dem Veranstaltungsrahmen, bitten aber auch die Tutoren aktiv daran mitzuwirken, für zufriedene Teilnehmer zu sorgen. Das gemeinsame Interesse soll darin bestehen, Teilnehmer zu begeistern und nicht zu enttäuschen. Tutoren sollten die nötigen Erfahrungen mitbringen, einen oder zwei Tage Tutorien zu moderieren, auf Fragen einzugehen und den Teilnehmern umfassendes Wissen zu vermitteln.

Als Qualitätssicherungsmaßnahme fragen wir die Zufriedenheit der Teilnehmer über Feedback-Bögen ab. Diese Ergebnisse stehen auch den Tutoren zur Verfügung.

Die Einreichung von Kurzfassungen (max. 2.000 Zeichen) erfolgt ausschließlich über das Einreicheformular des Frühjahrsfachgesprächs. Es ist wichtig, dass sie aussagekräftig ist – sowohl zur Beurteilung für das Programmkomitee, als auch später für die Webseite. Ein angenommener Beitrag ist ein Aushängeschild für den Tutor und die GUUG gleichermaßen. Daher fließen auch Darstellung und äußere Form (u. a. Rechtschreibung, Übersichtlichkeit) in die Bewertung ein. Alle Einsendungen werden vom untenstehenden Programmkomitee einem Review unterzogen und beurteilt. Jeder Teilnehmer am CfT wird auf jeden Fall über Annahme oder Nichtannahme seiner Einreichung informiert.

Die Tutoren erhalten ein Honorar (siehe unten) und sind zur Teilnahme am Frühjahrsfachgespräch und der Abendveranstaltung herzlich eingeladen. Reisekosten übernimmt die GUUG nicht gesondert.

Termine

Das Programm der Veranstaltung sowie die Anmeldung für Teilnehmer werden im März 2019 auf der Website veröffentlicht und aktiviert.

Frist zur Einreichung: 15. Februar 2019
Benachrichtigung an die Autoren: 1. März 2019
Veröffentlichung des Programms: 4. März 2019
Konferenz: 9. bis 12. April 2019

Für Rückfragen ist der Programmbeirat unter ffg-einreichung@guug.de erreichbar.

Bedingungen

Die GUUG möchte besonders bei den Tutorien ihren Teilnehmern ein hochwertiges Angebot bieten, da diese dafür eine angemessene Gebühr bezahlen und wertvolle Zeit investieren. Daher gibt es Mindestanforderungen an Tutorien. Im Ausgleich für die Aufwände zahlt die GUUG auf Wunsch ein Honorar.

  1. Der Tutor teilt in seiner Einreichung per Web-Formular mit
    • Thema und Gliederung,
    • Art des Tutoriums (Vortrag, gemeinsamer Workshop, Hands-On),
    • Vorschlag zur maximalen Anzahl Teilnehmer,
    • Vorkenntnissen, die Teilnehmer mitbringen sollten,
    • technische Voraussetzungen für die Teilnehmer (Notebook, Virtualisierung, ...),
    • Art und Umfang der Handouts (ausgedruckte Slides, Buchempfehlung, ...),
    • für was die GUUG neben einem Beamer und einem Raum sorgen muss (Whiteboard, Tafel, kabelgebundenes oder drahtloses Internet).
  2. Der Programmbeirat entscheidet über die Einreichung und schickt dem Tutor eine Zusage, die dieser bestätigen muss, oder Absage. Für Rückfragen ist er unter ffg-einreichung@guug.de erreichbar.
  3. Tutorium und Tutor bilden eine Einheit, die in dieser Kombination vom Programmbeirat gewählt wird. Fällt der Tutor aus, kann er einen Ersatz stellen, über den der Programmbeirat erneut entscheidet. Es gibt keine Gewähr, dass die Zusage oder die Konditionen dabei aufrechterhalten bleiben.
  4. Der Tutor erklärt sich damit einverstanden, dass im Rahmen des Qualitätsmanagements die Teilnehmer seines Tutoriums einen Bewertungsbogen ausfüllen.
  5. Wenn sich bis zum Ende der Frühbucherfrist mindestens fünf Teilnehmer angemeldet haben, findet das Tutorium statt.
  6. Wenn sich bis zum Ende der Frühbucherfrist weniger als fünf Teilnehmer angemeldet haben, entscheiden Tutor und GUUG gemeinsam, ob das Tutorium trotzdem stattfindet.
  7. Der Tutor kümmert sich um Handouts zu seinem Tutorium. Auf rechtzeitige Anfrage hin kann die GUUG als Serviceleistung das Kopieren und Binden übernehmen, sofern das druckfertige PDF am Sonntagabend vor der Veranstaltung der GUUG vorliegt.
  8. Für ein Tutorium, das mit mindestens fünf Teilnehmern stattfindet, erhält der Tutor ein Honorar in Höhe von 400 Euro pro Tag zzgl. weitere 50 Euro für den sechsten und jeden weiteren Teilnehmer. Das Honorar wird pro Tutorium ausgezahlt. Sollten mehrere Tutoren das Tutorium betreuen, so teilen sie sich das Honorar.
  9. Die GUUG übernimmt zusätzlich zum Honorar die Kosten der zur Durchführung des Tutoriums notwendigen Übernachtungen (Anreise vor dem ersten Tutoriumstag, Abreise nach dem Tutorium).
  10. Der Tutor ist herzlich und kostenlos zum Konferenzteil sowie zum geselligen Abend eingeladen.

Für Rückfragen ist der Programmbeirat unter ffg-einreichung@guug.de erreichbar.

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